32. World Masters Regatta - Zwei Siege für Ruderer vom SV Energie

Die 32. Veranstaltung der World Masters Regatta vom 09.09. bis 11.09.05 im Strahtclyde Park bei Glasgow wurde diesmal leider nur von einer kleinen Abordnung der Mastersruderer des SV Energie Berlin besucht - Viola und Günter Kowalschek sowie Martin Schütze wollten sich mit Sportsfreunden aus aller Welt messen.

Die Anreise am Di, 06.09.05 aus dem sommerlichen Berlin über Hamburg (hier trafen wir uns mit den Ruderkameraden von Ägir Berlin sowie der Schweriner Rudergesellschaft) und Edinburgh in das frühherbstliche Glasgow verlief problemlos.
Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir noch Zeit uns mit der Acht-Bahnen-Strecke vertaut zu machen und einen Ausflug nach Glasgow zu unternehmen, der uns aber nicht viel gab. Am Donnerstagnachmittag wurde dann die Regatta offiziell von Sir Steven Redgrave, 5maliger britischer Olympiasieger im Rudern, eröffnet.
Die Rennen begannen am Freitag um 08.30 Uhr und der Wettergott zeigte sich von seiner ungnädigsten Seite- kühle 12°C, Regen und ein heftiger Seitenwind verlangten nicht nur den Ruderern sondern auch den
Startern und Starthelfern alles ab. Die Großboote mussten manchmal bis zu fünfmal neu einschwimmen um einigermaßen gerade in den Bahnen zu liegen und auch manche Kleinboote kamen mit den Bedingungen nicht zu Recht. So kam es bei einem Rennabstand von 3 Minuten schon um die Mittagszeit zu Verzögerungen von gut einer Stunde; am Ende des Tages war man bei 2,5 Stunden angelangt. Dies war aber auch das einzige Manko einer ansonsten sehr sehr gut organisierten Veranstaltung.
Nun aber zu unseren Rennen:
Viola und Petra Wach aus Schwerin (unter ihrem Mädchennamen Boesler erlernte sie auch in unserem Verein das Rudern) machten am Freitagvormittag den Anfang im D2 (MDA –Mindest-durchschnittsalter- 50 Jahre) und belegten in ihrem Lauf den dritten Platz, wobei sogar mehr möglich war. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welch technischen Fertigkeiten die Frauen ihre Rennen bestreiten; wenn da

   
  noch- wie damals- die entsprechende Kraftausdauer wäre ...
Um die Mittagszeit durften Günter und Martin jeweils im D1 (MDA 43 Jahre) zeigen, wie sie mit den widrigen Bedingungen zu Recht kamen...
... und sie kamen gut zu Recht- Günter konnte den Abstand zu den Leuten vor ihm gegenüber dem Vorjahr verringern und Martin gewann seinen Lauf.
Wenig später stand dann für Lutz Hannig von Ägir und Martin noch das Rennen im D2 (MDA 36 Jahre) an. Sie hatten hohe Erwartungen mussten aber anerkennen, dass andere Mannschaften deutlich besser waren und belegten in ihrem Lauf nur den fünften Platz.
Damit war für uns die Regatta am ersten Tag vorbei.
Am Samstag, der Regen hatte aufgehört, die Temperatur stieg auf knapp 15°C und der Wind wehte etwas schwächer, aber noch immer von backbord in die Bahn, belegten dann im D4 der Frauen (MDA 43 Jahre) die Renngemeinschaft mit Petra und Gabi aus Schwerin, Silvia Kietzer von Empor Berlin und Viola einen souveränen dritten Platz.
Danach durfte Martin erst noch einmal im D1 (MDA 36 Jahre) und dann mit Lutz im D2 (MDA 43 Jahre) ran. Es wurde in beiden Rennen am Limit gerudert, aber im Einer war ein Ruderkamerad aus Brasilien schneller und im Zweier reichte es diesmal wenigstens zu Platz drei knapp hinter den Mannschaften aus den Niederlanden und den USA.

Am Sonntag gab es dann, wie jedes Jahr, noch die Mixrennen. Es war ein schöner Sonntag; die Sonne schien und der Wind wehte als leichter Schiebewind. Viola und Martin legten in ihrem Lauf im D2 (MDA 43 Jahre) einen Raketenstart hin, mit dem sie sich mit einer Länge Vorsprung an die Spitze des Feldes setzten. Die Spitze gaben sie nicht mehr ab, obwohl sie noch hart kämpfen mussten und sich schließlich mit einem halben Luftkasten Vorsprung ins Ziel retteten. Die Freude über den Sieg war dementsprechend groß.