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Silvester
im Boot an der Oberbaumbrücke Noch
nie hatte ich den Jahreswechsel in einem Ruderboot verbracht und war daher
von der Idee Peter Bocks begeistert, Silvester von Köpenick zur Oberbaumbrücke
nach Friedrichshain zu rudern. Auch Tatjana Steffens fand den Vorschlag
super und gesellte sich zu uns. Also trafen wir uns zur Silvesterfeier
bei Energie und feteten bis 22.00 Uhr mit den anderen Ruderkameradinnen
und Ruderkameraden.
Besonders warm brauchten wir uns nicht zu kleiden, da erstmals Frühlingstemperaturen
in Berlin herrschten. Also ließen wir unseren gesteuerten Zweier
„Cöpenick“ zu Wasser, packten eine Flasche Sekt und drei
Pfannkuchen ein, verabschiedeten uns von den Ru-derfreunden, von denen
einige sicher gern mitgekommen wären, und machten uns auf den Weg
bzw. das Wasser der Spree Richtung Berlin.
Das Toplicht am Heck leuchtete hell und das Wasser war relativ ruhig.
Zum Glück kann-te Peter die auf der Strecke liegenden Bojen aus dem
FF, da unbeleuchtete in der Dun-kelheit schlecht zu erkennen waren. Aus
meinen Bedenken, dass wir evtl. von den Brü-cken mit Böllern
beschossen werden könnten, wurde nichts. Die Menschen, welche uns
sahen grüßten freundlich und winkten, oder meinten vielleicht
wir wären verrückt.
Als wir in Treptow anlegten, um ein Bierchen trinken zu wollen, herrschte
dort tote Hose. Also ging es durch die Elsenbrücke weiter zum Osthafen.
Dort erfüllten wir Tatjanas Wunsch und fuhren durch den im Wasser
hoch aufragenden „Molecule Men“, was ein Höchstmaß
an Konzentration für den Steuermann bedeutet, da an Back- und Steuer-bordseite
nur wenige Zentimeter Platz waren.
Perfekt geplant legten wir fünf Minuten vor Zwölf vor der Oberbaumbrücke
an. Das Pa-norama war beeindruckend, von allen Seiten stiegen bunte Raketen
in den Himmel und alles war herrlich beleuchtet. 3-2-1 ... Happy New Year
und wir köpften unsere Flasche Sekt, wünschten uns alles Gute
für 2007 und aßen die leckeren Pfannkuchen.
Wie es aussah waren wir wohl das einzige Boot in Berlin auf dem Wasser.
Und da ging es auch schon zurück zu Energie und 3 km vor dem Ende
bgabs als Begrüßung noch einen heftigen Regenschauer. Und wie
sollte es anders sein? Ich hatte das Glück zu steuern und mein guter
Steuermannsparker hielt das Schlimmste zurück.
Die Silvesterfete bei Energie ging bereits ihrem Ende entgegen. Brachten
das Boot si-cher in die Halle und gönnten uns zum Abschluss noch
einen schönen Neujahrstrunk. Damit um eine schöne Erfahrung
reicher geworden. Sollten sich durch diese schöne Fahrt angeregt
bei gutem Wetter genug Ruderer am Ende des Jahres zusammenfinden wäre
es toll, wenn die 2. Silvesterfahrt mit dem neuen Sechser oder so gar
einem Achter stattfindet.
Euer Marcus |